Es ist knapp 6 Jahre her, dass ich mir mein Macbook Pro bestellt hab. Mein letztes Macbook Pro war das Model Mid 2009 und ausgestattet mit Intel Core2Duo Prozessor mit 2,5 Ghz, 4 Gigabyte RAM und 500 GB HDD mit 5400 UPM. In der Zwischenzeit habe ich ein Memory Upgrade auf 8 GB RAM vorgenommen sowie die 500 GB HDD gegen eine SSD der Firma Crucial ausgetauscht (Ja … bei diesem Macbook ging das noch). Damals hatte ich neben meinem Macbook noch ein Desktop PC daher war bei dem Macbook die Leistung eigentlich zweitrangig. Mittlerweile arbeite ich ausschließlich mit meinem Macbook. Ich mach auf dem Teil neben einfachen Dinge wie Mails checken oder im Internet surfen auch noch Foto und Videobearbeitung. Auf Grund der mittlerweile nicht mehr ausreichenden Leistung, habe ich mir am 18.05.2015 das neue Macbook Pro Retina bestellt.

Wie groß soll die SSD sein?

Da ich mittlerweile nur noch mit dem Macbook arbeite, kann ich gut einschätzen welche Konfiguration zu meinen Anforderungen am besten passt. Viel Speicherplatz spielt für mich eine untergeordnete Rolle, da ich bei meinem alten MacBook nur knapp 100 GB an Daten auf der Platte hatte. Der Rest ist auf einem NAS und/oder externen Festplatten ausgelagert. Ich habe mich daher für die 512 GB große SSD entschieden. Als einzige Option gab es ein Upgrade auf eine 1 TB große SSD, für dieses Upgrade verlangte Apple allerdings schon die geschmacklos hohe Summe von 600 Euro.

Zusätzliche dedizierte Grafikkarte – Ja oder Nein?

Bei dem neuen Macbook Pro Retina setzt Apple nicht wie bisher auf eine dedizierte Grafiklösung von Nvidia sondern auf eine AMD Radeon R9 M370X. Diese steht im Netzbetrieb der integrierten Grafiklösung Intel Iris Pro zu Seite.

Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt ob ich eine zusätzliche dedizierte Grafikkarte benötige. Ich bin zu dem Entschluss gekommen das ich eine zweite dedizierte Grafikkarte benötige. Das hat folgende Gründe. Viele Grafikprogramme nutzen mittlerweile die Rechenleistung der Grafikkarte mit. So auch die von mir eingesetzten Programme Pixelmator und Adobe Lightroom 6. Des Weiteren bearbeite ich meine Bilder meist an einem stationären 28″ Monitor der Firma Dell. Dieser Monitor hat eine Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Da ich den Bildschirm des MacBooks ebenfalls mitbenutzen möchte (der primäre Bildschirm soll erweitert werden) hat die Grafikkarte neben den 2560×1440 Pixeln des 28″ Monitors auch noch die 2880×1800 Pixel des Retina Displays zu befeuern. Wenn man das zusammenrechnet kommt man auf fast 17,6 Millionen Pixel. Das ist schon ein ganzer Batzen.

Wie viel RAM darf´s denn sein?

Wo es schon interessanter wurde war die Frage nach der Größe des Arbeitsspeichers. Bei diesem Punkt hat Apple mir die Wahl abgenommen, da es das Model mit einer zusätzlichen Grafikkarte nur mit 16 GB RAM gibt.

Die Frage nach dem Prozessor

Apple bietet das aktuelle Macbook Pro Retina in der Topkonfiguration mit einem Intel Core i7 Prozessor der Haswell Generation in zwei Geschwindigkeitsstufen an: 2,5 Ghz und 2,8 Ghz. Ich habe hier die 2,8 Ghz Variante gewählt. Wenn ich ehrlich war ich mir nicht ganz sicher ob der Aufpreis von 200 Euro gerechtfertigt ist aber ich wollte auch nicht wieder Benchmarks vergleichen nur um dann erneut überlegen zu müssen ob mir die Leistungssteigerung um X Prozent nun den Aufpreis wert ist oder nicht.

SSD Speed, Force Touch Trackpad und Akkulaufzeit

Okay … sagen wir es gleich heraus: Die SSD ist sau schnell. Wie schon in vielen Testberichten geschrieben wurde erreicht sie in der Tat Schreibgeschwindigkeiten von knapp 1,5 GByte/s und Lesegeschwindigkeiten von rund 2,0 GByte/s. Das kann ich bestätigen. Auch meine SSD in dem Macbook Pro Retina erreicht diese Geschwindigkeiten. Das ist das Zehnfache im Vergleich zur Crucial C300 in meinem alten Macbook Pro aus dem Jahre 2009.

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An das Force Touch Trackpad und den dazugehörigen Funktionen mittels Force-Klick muss ich mich noch gewöhnen. Ich habe ausserdem das Gefühl, dass das Force Touch Trackpad glatter als die alten Trackpads von Apple sind. Im direkten Vergleich mit meinem alten Macbook Pro ist definitiv ein Unterschied spürbar.

Die Akkulaufzeit beträgt wie von Apple angegeben knapp 9 Stunden. Das kann sich sehen lassen.

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Wie bei Apple schon fast üblich ist die Anzahl der Anschlüsse übersichtlich. Das Macbook Pro Retina ist mit zwei Thunderbolt 2, zwei USB 3.0, einem HDMI und einem Kombi-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofone ausgestattet.

Mein Fazit

Da noch immer die Prozessoren des Vorjahres verbaut werden, würde ich dieses Hardware Upgrade eher als ein „halbes Update“ bezeichnen. Okay … die neue Speicherinfrastruktur mit den hohen Transferraten ist definitiv ein Update. Auch die zusätzliche AMD Radeon R9 M370X hat ein bisschen mehr Dampf als die vorherige Nvidia Grafiklösung. Alles in Allem bin ich allerdings zufrieden mit meiner Wahl. Trotzdem hat das neue Macbook Pro Retina aber auch seine Schattenseiten. Zuerst wäre da der Preis. Der Einstiegspreis von 2.249 Euro ist doch verdammt hoch. Für diesen Preis bekommt man nur das „Basismodell“ ohne die zusätzliche dedizierte Grafiklösung, mit einem 2,2 Ghz Core i7 Prozessor und auch nur einer 256 GB großen SSD. Diese ist allerdings genauso schnell wie die größeren SSDs des 15″ Macbook Pro Retina. Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion lostreten, dass es ja zig tausende Microsoft Windows basierende Laptops für weniger Geld und mehr Leistung gibt. Ich erinnere mich lediglich daran, dass das Basismodell vor einiger Zeit noch unter 2000 Euro kostete und daher unter einer magischen Schwelle lag.

Dann ist da das Force Touch Trackpad. So richtig warm geworden bin ich mit dem Teil noch nicht. Es funktioniert und tut seinen Job nur fehlt mir ein wenig die leicht raue Oberfläche, bei der ich sofort gemerkt habe wenn ich sie berühre und so den Cursor bewege.

Zu guter letzt ist das neue Macbook Pro Retina auch vergleichsweise laut. Klar, das Teil hat mehr Dampf als die Dual Core 13″ Macbook Pro Retinas aber das deutlich hörbare Geräusch der Lüfter ist doch schon ungewohnt wenn Sie anspringen.

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